Home-Schooling:
Homeoffice für Schüler und Lehrer

Wir helfen!

Schule geschlossen! Die Nachricht über die Schulschließungen kam wie eine Hiobsbotschaft. Viele Fragen zur Versorgung der Kinder und zum Versäumnis der Lehrinhalte entstanden:  Wie können Schulkinder betreut werden? Wie kann der Schulstoff ohne Lehrer vermittelt werden? Wie werden Leistungsnachweise erbracht? Braucht es überhaupt noch Leistungsnachweise? Wie können die Kinder zuhause lernen? Werden die Eltern jetzt zum Hilfslehrer? Was mache ich, wenn mein Kind nichts für die Schule machen möchte? 

Die Liste der Fragen lässt sich verlängern. Fragen, die in dieser digitalen Zeit, zum Teil längst beantwortet sein könnten. Aber auch Fragen, die bislang vernachlässigt wurden.

Von 0 auf 100 

Deutschlands Schulen und Lehrer sind kaum darauf eingerichtet, Schüler den Unterrichtsstoff digital zu vermitteln. Es fehlen technische Strukturen und Voraussetzungen. Es fehlten aber auch vielfach noch die erforderlichen Kompetenzen. Mit der Schulschließung wurde dringend nach Lösungen gesucht: eMail Aufgabenverteilungen, online Feedback und vieles mehr wird jetzt von 0 auf 100 umgesetzt. Wie geht es Ihnen als Lehrer damit? Wie geht es den Schülern? Wie geht es Ihnen als Lehrer?

Die Schüler sind es nicht gewohnt sich den Unterrichtsstoff in diesem Ausmaß selbst beizubringen. Sie lernen gewöhnlich in ihrem sozialen Erfahrungsraum der Schule. Wissen wird vermittelt und weitgehend eher konsumiert. Sie können beim Tischnachbarn nachfragen, die Hausaufgaben in der Pause abschreiben und vieles mehr. Was ist, wenn sie jetzt auf zusätzliche Hilfe angewiesen sind? Fragen sie ihre Freunde nach schulischer Unterstützung oder der übernehmen das Eltern oder Lehrer?

Eltern sind schlagartig viel stärker in die schulischen Aktivitäten involviert. Sie tragen die Verantwortung dafür, dass die Kinder zuhause lernen. Dass sie im wahrsten Sinne des Wortes jetzt Hausaufgaben machen, und dies in einem nie geahnten Umfang. Dieses Vorgehen und dieser Umfang ist neu. Neu für Lehrer, Schüler und Eltern.

Selbstständig lernen lernen

Schulisches Lernen und die Wissensvermittlung fand bislang stark personenbezogen statt. Durch die Schulschließung erfolgt jetzt plötzlich ein Schwenk auf den Einsatz digitaler Technologien. Es gibt eine Bandbreite an Lerntools für Sprachen, wie z. B. Busuu oder Duolingo oder Babel. Es gibt Tools zum Lesen und Schreiben, wie z. B. Antolin oder Razkids; Tools für Mathematik und Naturwissenschaften, wie z.B. Lazuli oder Bettermarks oder fächerübergreifende Lernportale, wie Sofatutor oder Anton. Daneben bietet auch z.B. der Bayerische Rundfunk Unterrichtsmaterial für zuhause an. 

Auch wenn die Kinder sich sicherlich schnell in die Nutzung digitaler Technologien einfinden, so will das Lernen gelernt sein. Es stellt sich nämlich die Frage: „Wie zeitnah und nachhaltig lernen die Kinder sich selbständig Wissen anzueignen?“. Die Voraussetzung für das Lernen sind Neugier, Interesse, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Wissen Sie ob das vorhanden ist? 

Unsere Gesellschaft zielt auf Leistung, da sind klare Vorgaben und Abfrageformate die Mittel der Wahl. Jetzt allerdings brauchen Schüler Eigeninteresse und Ehrgeiz, um das Lernen zu lernen, um das Denken zu lernen und weniger, um auswendig zu lernen. Das ist eine riesige Herausforderung, denn es ist eine komplett andere Vorgehensweise. Und mit der sind die meisten Schüler nicht vertraut.

Holen Sie sich Unterstützung

Scheuen Sie sich nicht davor, sich Unterstützung zu holen. Ihre Kinder und Sie befinden sich in einer extremen Situation. Denn auch für Sie als Eltern oder Lehrer ist die Arbeit im Homeoffice, so wie sie gerade stattfindet, neu und ungewohnt. Zugleich ist die gesellschaftliche Lage durch die Verbreitung des Corona Virus sehr angespannt. Diese Situation löst Sorgen und Ängste aus. 

Zuhause sind Sie gefordert Ihr Familiensystem neu zu ordnen, so dass Sie arbeiten und leben vereinen können. Ihre Kinder sind gefordert sich ihren Unterrichtsstoff selbst anzueignen, auf den persönlichen Austausch mit Freunden zu verzichten und die gesellschaftliche Anspannung auszuhalten. Jeder einzelne Punkt ist für Ihre Kinder herausfordernd. In der Kombination müssen wir damit rechnen, dass Kinder zweifeln, dass sie sich weigern, dass sie mehr Bedürfnisse nach elterlicher Fürsorge und Geborgenheit haben. 

Wer Ihre Kinder und Sie unterstützt spielt dabei keine Rolle. Seien es Klassenkameraden, Freunde, Bekannte, andere Eltern oder Lehrer. Es ist wichtig, dass jeder Schüler das Gehör findet, dass er gerade braucht. Das kann sich auch von Tag zu Tag ändern und sich von Minute zu Minute unterscheiden. Es ist wichtig, dass jede Mutter und jeder Vater Gehör findet, bevor die Überforderung zu Erschöpfung und Depressionen führt oder in Aggression und Gewalt mündet. Auch müssen Lehrer Gehör finden, gerade diejenigen, die mit den technischen Anforderungen nicht vertraut sind und viel Zeit und Geduld brauchen, um sich jetzt selbst ins digitale Zeitalter zu katapultieren. 

Wenn Sie Unterstützung brauchen, wir helfen! Wir hören zu, wir helfen Ihnen bei den technischen Hürden und Problemen und geben praktische Tipps und Ratschläge. Gemeinsam meistern wir die Situation.

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